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Heizbekleidung beim Tauchen: Wärme zur richtigen Zeit – und der Akku bleibt draussen
Im Winter bieten unsere Seen oft fantastische Sichtverhältnisse. Bei vier Grad Wassertemperatur wird allerdings auch der beste Unterzieher irgendwann ungemütlich. Elektrische Heizsysteme sind deshalb für viele Taucher zur selbstverständlichen Ausrüstung geworden. Doch Wärme beeinflusst mehr als unser Wohlbefinden: Sie verändert die Aufnahme und Abgabe von Inertgasen. Und ein elektrischer Defekt kann unter Wasser innerhalb von Sekunden zu einem ernsthaften Problem werden. Tauc

Michael Mutter
vor 4 Tagen4 Min. Lesezeit


Tissue Specific Gradient Factors – ein modifizierter Ansatz für GF low / GF high
Sergio Angelini von HEAD Watersports und Attilio Piacente von DeepInTech stellten am EUBS-Kongress 2026 in Genf einen interessanten Ansatz zur Anwendung von Gradientenfaktoren vor. Unter dem Titel „Tissue Specific Gradient Factors as an Alternative to Asymmetric Gradient Factors“ hinterfragen sie das klassische Konzept von GF low und GF high. Statt den Gradientenfaktor während des Aufstiegs primär von der Tiefe abhängig zu machen, schlagen sie vor, ihn an die einzelnen...

Michael Mutter
1. Okt.6 Min. Lesezeit


Tauchcomputer und eCCR: Wie genau muss der Sauerstoff-Setpoint validiert sein?
Moderne eCCRs und Tauchcomputer sind technisch hochentwickelt – doch ausgerechnet bei der Überprüfung der implementierten Dekompressionsalgorithmen gibt es erstaunliche Lücken. Ein Poster von Sofia Glashoff und Kollegen vom Blekinge Institute of Technology, Schweden, am EUBS (European Baromedical Society)-Kongress 2026 beschäftigt sich mit der Frage, ob die bestehenden europäischen Normen für Tauchcomputer und Rebreather hierfür überhaupt ausreichen. Die Antwort der Autoren i

Michael Mutter
23. Sept.2 Min. Lesezeit


Maldivian cave desaster 2026
Am 14. Mai 2026 starben im Vaavu-Atoll auf den Malediven fünf italienische Taucher in einem tiefen Höhlensystem. Über den genauen Unfallhergang wurde danach viel spekuliert. Bei den DAN Divers Days 2026 anlässich des EUBS (European Baromedical Society)-Kongresses in Genf erhielten wir von Laura Marroni, CEO von DAN Europe, die auch die internationale Bergungsaktion koordiniert hatte, erstmals detaillierte Informationen aus erster Hand. Der Unfall: ein letzter besonderer Tauch

Michael Mutter
17. Sept.4 Min. Lesezeit


Freediving und Taravana-Syndrom: DCS oder PRES?
Neuere Fallberichte und insbesondere die Befunde im MRI werfen eine spannende Frage auf: Ist das, was wir beim Apnoetauchen als zerebrale DCS bezeichnen, in manchen Fällen möglicherweise gar keine Dekompressionskrankheit, sondern ein Posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom – kurz PRES (zu deutsch etwa: ein reversibles Hirnstörungs-Syndrom im Bereich des Hinterhauptes)? Das Taravana-Syndrom Der Begriff Taravana geht auf neurologische Zwischenfälle bei den traditionelle

Michael Mutter
6. Sept.5 Min. Lesezeit


PFO beim Apnoetauchen – relevant oder nicht?
Beim Gerätetauchen ist der Zusammenhang zwischen einem offenen Foramen ovale (PFO) und der Dekompressionskrankheit recht gut belegt. Beim Apnoetauchen wissen wir dagegen erstaunlich wenig. Dennoch gibt es spannende Hinweise darauf, dass ein PFO insbesondere bei tiefen und repetitiven Tauchgängen eine Rolle spielen könnte. Doch die Geschichte ist komplizierter: Vielleicht ist ein Teil dessen, was wir beim Freediving bisher als „zerebrale DCS“ bezeichnet haben, gar keine klassi

Michael Mutter
23. Aug.6 Min. Lesezeit


Hyperkapnie beim Rebreather-Tauchen – kann man lernen, sie rechtzeitig zu erkennen?
Hyperkapnie gehört zu den gefährlichsten Problemen beim Rebreather-Tauchen. Ein erhöhter CO₂-Spiegel kann zu Atemnot, kognitiven Einschränkungen und Desorientierung führen. Gleichzeitig erhöht CO₂ durch die gesteigerte Hirndurchblutung die Sauerstoffexposition des Gehirns und damit möglicherweise das Risiko einer ZNS-Sauerstofftoxizität. Hinzu kommt ein narkotischer Effekt von CO₂, der unabhängig von einer Stickstoffnarkose auftreten oder sich mit dieser verstärken kann. Das

Michael Mutter
17. Aug.4 Min. Lesezeit


Über das Schicksal von arteriellen Gasembolien und deren Folgen
Kommt es zu arteriellen Gasembolien, bedeutet dies nicht zwingend eine Dekompressionskrankheit. Im Gegenteil, meist passiert gar nichts. Warum ist das so? courtesy Patrick Rhyner und Karin Aggeler, Tauchschule H20 Arterielle Gasembolien (AGE) sind eine Ursache der Dekompressionskrankheit (DCI). Sie gelangen nach Tauchgängen aus der venösen Zirkulation unter Umgehung des Lungenfilters via kardiale (z.B. PFO = offenes Foramen ovale) oder pulmonale (intrapulmonale arteriovenöse

Michael Mutter
16. Aug.4 Min. Lesezeit


Kann ein MRS einen bewusstlosen Taucher retten?
In den vergangenen Jahren hat der Mouthpiece Retaining Strap (MRS) im Rebreather-Tauchen zunehmend Beachtung gefunden. Internationale Organisationen wie DAN und verschiedene Rebreather-Ausbildungsorganisationen empfehlen inzwischen den Einsatz eines MRS, um das Risiko eines Wasseraspirierens bei einem bewusstlosen Taucher zu reduzieren. Um die Vorteile eines MRS zu verdeutlichen, veröffentlichte DAN kürzlich einen Erlebnisbericht eines CCR-Tauchers. Die Botschaft ist klar: De

Michael Mutter
29. Juli5 Min. Lesezeit


127'000 Tauchgänge und viele Fragezeichen – kritische Bemerkungen zur DAN-Studie 2026
Die kürzlich veröffentlichte, grosse DAN-Analyse sorgte für erhebliche Aufmerksamkeit. Für die Studie wurden mehr als 127'000 Tauchgänge ausgewertet, um Risikofaktoren für die Dekompressionskrankheit (DCS) zu identifizieren. Auf Grundlage der Ergebnisse schlagen die Autoren sogar einen Algorithmus vor, mit dem sich das individuelle DCS-Risiko eines Tauchers berechnen lassen soll. Einige der identifizierten Faktoren erscheinen durchaus plausibel: Eine höhere Dekompressionsbela

Michael Mutter
18. Juni5 Min. Lesezeit


Der 3-Minuten-Safety-Stopp
Neulich wurde ich von einem sehr erfahrenen Tauchinstruktor gefragt, wie sinnvoll denn aus heutiger Sicht der klassische 3-Minuten-Safety-Stopp eigentlich noch sei. Eine spannende Frage – denn der 3-Minuten-Safety-Stopp auf 5 m gehört heute praktisch zum Standardrepertoire des Sporttauchens. Millionenfach wird er jedes Jahr durchgeführt. Kaum ein Sporttauchgang in den Ferien endet ohne die einprägsame Regel: „Am Ende jedes Tauchgangs drei Minuten auf fünf Metern.“ Viele Tauch

Michael Mutter
4. Juni5 Min. Lesezeit


Tauchen mit metastasiertem Krebs
Diese Geschichte beginnt nicht unter Wasser, sondern mit einem Einschnitt, der alles verändert: der Diagnose eines metastasierten neuroendokrinen Karzinoms. Damit ist von Anfang an klar, dass es keine Heilung geben wird. Von einem Moment auf den anderen stehen nicht mehr Alltag und Routine im Vordergrund, sondern Therapien – und die Frage, wie es weitergeht. Dieser Beitrag basiert auf der Kampagne «Leben mit Metastasen», in der Patricia, Ärztin und Taucherin, in einem Podcast

Michael Mutter
21. Mai4 Min. Lesezeit


Ernährung beim Tauchen – mehr als nur Beilage
KI modifiziert Samstagmorgen, 10:00 Uhr. Ich mache mit meinem Buddy einen kurzen Tech-Dive auf 60 m. CCR, Diluent 18/45. Geplante Grundzeit 15 Minuten, danach Ausstieg aus der Tiefe und reguläre Dekompression. Beim Auftauchen aus der Tiefe fällt mir auf, dass er beginnt zu gestikulieren. Kurz darauf steigt er etwas schneller auf, als ich es von ihm gewohnt bin. Wir bleiben in Kontakt, passen das Tempo an und durchlaufen alle geplanten Dekompressionsstopps korrekt. Nach insges

Michael Mutter
7. Mai5 Min. Lesezeit


Die Tauchbasis in der Höhe
Neulich geriet ich in eine Diskussion über das Tauchen auf La Palma. Die dortige Tauchbasis liegt auf rund 700 m über Meer in den Hügeln oberhalb der Küste. El Hierro, die Nachbarinsel, wird von DAN aufgrund ihrer ähnlichen Topographie zu den „top 6 most challenging dive sites“ weltweit gezählt. Das wirft bei Vielen die Frage auf, ob nach einem Tauchgang auf Meereshöhe nicht ein relevantes Risiko besteht, beim anschließenden Aufstieg zur höher gelegenen Tauchbasis ein Dekompr

Michael Mutter
26. Apr.4 Min. Lesezeit


Frauen haben ein höheres DCS-Risiko! – Wirklich?
Eine aktuelle Analyse der DAN-Datenbank kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Frauen sollen ein deutlich höheres Risiko für die Dekompressionskrankheit (DCS) haben als Männer. Grundlage sind fast 128 000 Tauchgänge von rund 5900 Tauchern. Insgesamt wurde bei etwa 0.49 % der Tauchgänge eine DCS gemeldet. In den Daten trat DCS bei Frauen etwa dreimal häufiger auf als bei Männern; in der statistischen Modellierung ergab sich sogar eine Odds Ratio von 4.63 – ein über 4 Mal höh

Michael Mutter
1. Apr.3 Min. Lesezeit


Dekoplaner - plan, share, dive!
Was als mein persönliches Programmierprojekt begann, steht nun allen zur Verfügung: Dekoplaner — ein Tauchplaner aus der Schweiz auf Basis des Bühlmann ZHL-16C-Modells , dem weltweit etablierten Standard der Dekompressionsberechnung. Dekoplaner konzentriert sich bewusst auf das Wesentliche: eine transparente und nachvollziehbare Berechnung mit klassischen Gradienten Faktoren (GF low / GF high) — ohne unnötige Zusatzparameter. Dekoplaner ist ein leistungsfähiger und zuglei

Michael Mutter
28. März3 Min. Lesezeit


Nullzeit und Gradientenfaktoren: GF low oder GF high?
Wer mit dem Bühlmann-Modell taucht – also praktisch alle technisch orientierten Taucher resp. die meisten modernen Computer – kommt an den Gradientenfaktoren (GF) nicht vorbei. Doch immer wieder taucht die Frage auf: Soll die Nullzeit anhand von GF low oder GF high berechnet werden? Hier spielt der GF high eine Rolle. Foto: Karin Aggeler Was bedeutet Nullzeit eigentlich? Nullzeit bedeutet, dass während eines Tauchganges aus der Tiefe direkt an die Oberfläche aufgestiegen werd

Michael Mutter
14. Feb.3 Min. Lesezeit


IPE: Wenn Erfahrung nicht schützt
Fallvignette: Ein 49-jähriger, sehr erfahrener Taucher unternahm im Herbst einen Tauchgang in einem Schweizer See mit seinem Rebreather ( JJ-CCR) . Die Wassertemperatur betrug rund 10 °C . Bereits nach etwa 10 Minuten verspürte er eine zunehmende Atemnot, die sich rasch verschlechterte. Nach ungefähr 20 Minuten musste er den Tauchgang notfallmässig abbrechen . Der Taucher war in der Nullzeit geblieben (maximale Tiefe 30 m, O₂-Setpoint 1.3 bar ). An der Oberfläche war er a

Michael Mutter
24. Jan.4 Min. Lesezeit


Die «Helium-Penalty»: Zwischen Modellannahmen und Wissenschaftsethik
Helium besitzt ausserhalb des Tauchens kaum Relevanz. Entsprechend ist seine Kinetik im Vergleich zu anderen Inertgasen, die in der medizinischen Forschung und Diagnostik beispielsweise als Tracer eingesetzt werden, nur unzureichend untersucht (1). Bis heute beruhen die in der Tauchmedizin verwendeten Helium-Algorithmen überwiegend auf dem von Bühlmann publizierten Datensatz.

Michael Mutter
1. Jan.4 Min. Lesezeit


Fallvignette: DCS, CCR und PFO
Ein 50-jähriger Taucher unternahm in einem Schweizer See einen Tauchgang mit seinem Closed-Circuit-Rebreather (CCR). Geplant war ein Tieftauchgang auf rund 55 Meter mit einer Grundzeit von etwa 20 Minuten (Zeit bis zum Verlassen der Tiefe). Als Diluent kam Pressluft zum Einsatz, bei einem konstanten Sauerstoffpartialdruck von 1,3 bar. Der letzte Dekompressionsstopp erfolgte auf 6 Metern. Der Taucher hielt sich an sämtliche Dekompressionsverpflichtungen und beendete den Tauchg

Michael Mutter
18. Dez. 20254 Min. Lesezeit
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